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Vogeltherapie

 

Projekt: „Kindern und Jugendlichen Flügel verleihen


Veränderung der Verhaltensgewohnheiten und Selbstkompetenzen bei Kindern und Jugendlichen durch die Arbeit mit Greifvögeln.

Das Programm „Kindern und Jugendlichen Flügel verleihen“ für verhaltensauffällige Kinder, ist ein spezifisches Angebot, welches vor dem Hintergrund einer bereits bestehenden, einzigartigen und bewährten Struktur der Vogelpflegestation des Landesbund für Vogelschutz in Regenstauf und unserer Praxis zu verdanken ist.

Hierbei arbeiten die Kinder und Jugendlichen mit einem zu betreuenden Greifvogel. Dadurch kann ganz gezielt eine individuelle Förderung erfolgen.

Durch die emotionale Kontaktaufnahme zum Tier, gezielte Übungen sowie eine intensive Zusammenarbeit mit dem Falkner wird eine Sensibilisierung erwirkt, Lernvorgänge werden angebahnt und positive Verhaltensänderungen gefördert.

Durch die verschiedenen Wesensarten der Greifvögel kann nach einer Anamnese des Kindes oder Jugendlichen ein gezieltes und individuelles Training stattfinden.

Gerade die emotionale Bindung zum Greifvogel, welche sich das  erwerben muss, erzeugt ein konzentriertes und entspanntes Arbeiten. Dabei muss das Kind/Jugendlicher auch sprachlich auf das Tier eingehen, wobei die Sprache und die Ausdrucksweise kontrolliert und gefördert werden.

Die Kinder/ Jugendlichen erleben dabei auch, dass ein liebevolles, freundliches und mitleidiges Verhalten sich im Verhalten anderer widerspiegelt. Ebenso wie die Kinder erfahren können, dass sie durch ihre Leistungen die Umwelt positiv verändern können.

Der Umgang mit dem Vogel stellt eine hohe Motivation für die Kinder und Jugendlichen dar und bringt sie spielerisch an die Grenzen ihres Leistungsbereichs, was eine Verbesserung der Teilleistungs- und Lernschwächen ebenso zur Folge hat, wie die Förderung des Reaktionsvermögens und der Geschicklichkeit, sowie die Verbesserung des Körperbewusstseins und der Raumorientierung. Da das Kind oder der Jugendliche den Greifvogel bis zu seiner Entlassung in die Wildnis begleitet, entwickelt es auch ein Verständnis für die Eigenarten des Tieres und seinen Lebensraum.

Durch die neu gewonnenen Kompetenzen erlangt das Kind ein größeres Selbstbewusstsein und ein neues Umweltbewusstsein. Es wird sowohl eine strukturierte Arbeitsweise vermittelt, als auch das Hinterfragen des Geleisteten, was sehr wichtig für das schulische Lernen oder spätere berufliche Arbeit ist. Auch wird es für das Kind die Erfahrung machen, dass man unangenehme Tätigkeiten (z. B. Reinigen der Volieren) für ein lohnendes Ziel in Kauf nehmen kann (gesunder und zutraulicher Greifvogel) und danach auch stolz auf seine Leistung sein kann.

 

Voraussetzung:

 

  • Möglichkeit auf die Vogelpflegestation in Regenstauf zu kommen.

  • Gerne draußen sein, keine Scheu vor Arbeiten mit Naturstoffen (Wasser, Holz, Erde Pflanzen, Federn)

  • Die Therapie findet hauptsächlich in den Ferien nach Vereinbarung ab.

 

 

 

Weiterführende Internetseiten zur Vogelstation Regenstauf: http://oberpfalz.lbv.de/vogelstation.html

 

 

Claudia Meindl-Langer