ADHS-Elterntraining in Regensburg


In einem ADHS-Elterntraining erfahren Eltern mehr über das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität und die damit verbundenen Besonderheiten. So können Sie das oft schwierige Verhalten ihrer Kinder aus einem anderen Blickwinkel sehen. Diese neue Sichtweise führt zu einer veränderten Haltung gegenüber Ihrem Kind. Das Kind spürt diese Veränderung und reagiert seinerseits positiv. Grenzen setzen, richtig kommunizieren und die Stärken der Kinder durch Ermutigung fördern sind weitere Meilensteine auf dem Weg zu einem harmonischeren Familienleben.

Die Schulung der engsten Bezugspersonen des Kindes gilt als wesentlicher Baustein innerhalb der Therapie des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms mit Hyperaktivität. Diese Auffassung wird von internationalen Therapierichtlinien sowie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie gestützt.

Betroffene Kinder und ihre Familien stehen unter großem Leidensdruck. Erzieher und Lehrer resignieren häufig und empfehlen Eltern den Übertritt an eine andere Schulart. Für die positive Entwicklung eines Kindes ist es wichtig, dass diese Störung frühzeitig erkannt und differenziert auf der Basis eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes behandelt wird.

Zentraler Baustein ist hierbei die Unterstützung und das Training von betroffenen Eltern. Hierbei werden Informationen über ADHS vermittelt, Strategien im alltäglichen Umgang mit dem Kind erarbeitet und eingeübt. Ziel ist eine Verbesserung und Intensivierung der Beziehungen innerhalb der Familie.

Inhalte des ADHS-Elterntrainings:

  • Informationen zu ADHS
  • Bewältigung von Problemsituationen in der Familie
  • Erlernen neuer Verhaltensweisen bei Konflikten
  • Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung
  • Positive Erfahrungen für Eltern und Kind
  • Aufstellung von Familienregeln
  • Schule - wie gestalte ich die Hausaufgabensituation

Elterntrainings gibt es viele - einige sollen zur Stress-Prävention beitragen, andere haben einen Schwerpunkt auf Erziehungsfragen. Ein gutes ADHS-Elterntraining enthält beides und zusätzlich noch eine Menge Tipps und Tricks für den Umgang mit dem Kind, das unter dem sogenannten Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leidet.

Zunächst einmal sollte den teilnehmenden Eltern das Syndrom mit seinen spezifischen Stärken und Schwächen dargelegt werden. Das meiste werden die Eltern aus leidvoller Erfahrung bereits wissen - anderes wird neu für sie sein und eventuell zu mehr Verständnis für das eigene Kind führen. ADHS-Elterntraining hilft den Blick auf das zu lenken, was das Kind kannEgal wie viel ein Kind noch nicht kann, es gibt immer auch sehr viele Sachen, die es schon gut kann. Es ist ein wichtiges Ziel eines ADHS-Elterntrainings, die Eltern wieder dafür zu sensibilisieren, was ihr Kind tatsächlich schon kann. Durch die vielen alltäglichen Situationen, in denen es zu Spannungen und Stress kommt, weil das betroffene Kind etwas nicht gut gemacht hat oder in denen es nicht darauf gehört hat, was die Eltern ihm gesagt haben, geht der Blick für das Positive im Zusammenleben oft verloren. Daher ist ein wesentlicher Grundsatz des ADHS-Elterntrainings, dass zunächst der Fokus der Aufmerksamkeit der ganzen Familie wieder stärker auf das gerichtet werden soll, was klappt. Und davon gibt es meist auch eine ganze Menge!

ADHS-Elterntraining ermöglicht die Auseinandersetzung mit Erziehungsgrundsätzen: Verfügen die Eltern eher über einen autoritären Erziehungsstil oder überlassen sie das meiste dem Kind selbst? Kümmern sie sich sehr viel um die Angelegenheiten und sind streng oder verwöhnen sie ihr Kind und geben schnell nach?

Den eigenen Erziehungsstil herauszufinden und zu reflektieren, ist ein weiterer Schritt beim ADHS-Elterntraining. Häufig hilft es den Eltern sich zu überlegen, was ihnen als Kind geholfen hat, sich zu konzentrieren, auf Anweisungen der eigenen Eltern zu hören oder einfach mal in sich hinein zu spüren - was hätte mir gut getan? Was hätte ich mir als Kind gewünscht? Auch hier hat der Blick für das Positive wieder Vorrang.

Die teilnehmenden Eltern berichten von Situationen, die gut zu Hause klappen. Auf welchen Erziehungsstil reagiert das betroffene Kind positiv? Bei welchem verweigert es sich oder wird aggressiv? Wenn es gelingt, die Interaktion zwischen den Eltern und dem Kind wieder zu verbessern, ist schon viel in Bezug auf das Klima in der Familie gewonnen. Alltägliche Schwierigkeiten im Umgang mit dem betroffenen Kind.

Viele Eltern klagen darüber, dass sogar die einfachsten Sachen nicht klappen. Das Kind hängt die Jacke nicht an den Haken, wenn es nach Hause kommt. Es legt die Füße auf den Tisch beim Essen oder es läuft laut schreiend durch die Wohnung obwohl sie vor einer Minute dem Kind gesagt haben, dass Mittagsruhe ist. Das Zubettgehen weitet sich häufig zu einem stundenlangen Kampf aus. Die gemeinsamen Mahlzeiten sind ein Graus.

In einem ADHS-Elterntraining können nun die betroffenen Eltern Lösungen und Strategien gerade für diese Situationen entwickeln. Der Austausch mit anderen betroffenen Eltern spielt hier eine große Rolle. Zu hören, dass es anderen Eltern ganz genauso geht, ist für viele Eltern schon eine große Erleichterung. Aber es gibt auch Strategien und Interventionen, die das Zusammenleben erträglicher machen.

Anti-Stresstraining für die Eltern von Kindern mit ADHS

Eltern von Kindern, die ADHS haben, sind im besonderen Maße belastet. Die typischen Schwächen des Kindes, nämlich Impulsivität, motorische Unruhe, mangelnde Ausdauer, Stimmungsschwankungen: all das verlangt den betroffenen Eltern ein Höchstmaß an Geduld, Kraft und Nerven ab. Deswegen ist es fester Bestandteil eines ADHS-Elterntrainings, dass die Eltern lernen, wie sie sich entspannen können. Sie werden aufgefordert, sich Auszeiten in ihrem stressigen Alltag zu nehmen. Sie müssen auf die Suche gehen, nach Möglichkeiten in ihrem Leben, wo sie wieder auftanken können.

Durchführung: 1 x monatlich für 4 Eltern (Paare)Geeignet für: Eltern von AD(H)S Kindern, die manchmal an ihre Grenzen gelangen.

ADHS-Elternmodule

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