Fütterstörungen bei Kindern: Wenn Essen zum Problem wird


Definition und Diagnose

Bei dieser für das frühe Kindesalter spezifischen Störung bestehen Nahrungsverweigerung und extrem wählerisches Essverhalten bei angemessenem Nahrungsangebot (Paulitsch, 1992).

Hier muss eine genaue Diagnose stattfinden, da Schwierigkeiten beim Essen im frühen Kindesalter weit verbreitet sind.

Diagnostiziert wird eine Fütterstörung im frühen Kindesalter nach ICD-10 (F98.2), wenn folgende Merkmale auftreten:

  • Ausmaß außerhalb des Normbereichs,
  • Kind verliert Gewicht seit mindestens einem Monat,
  • Kind nimmt ebenfalls nicht weiter zu,
  • Möglicherweise kann ein Heraufwürgen von Nahrung ohne Übelkeit oder entsprechender Krankheit beobachtet werden.

Therapie

Anleitung der Eltern:

  • Das Nahrungsmittelangebot schrittweise und konsequent erweitern
  • Verhaltensänderung bei der Esssituation, indem die andauernden Kämpfe um das Essen reduziert werden, damit das Kind die Esssituation wieder als angenehme und soziale Situation erlebt.
  • Strukturierung des Alltags, sodass das Kind nur zu den Zeiten ist, in denen es Hauptmahlzeiten gibt, da
  • Zwischenmahlzeiten meistens unkontrolliert ablaufen.
  • Reduzierung der elterlichen Angst, wenn das Kind einmal nichts isst. Hier existiert oft eine übertriebene Sorge, dass das Kind einen körperlichen Schaden nehmen könnte.