Geschwister-Eifersucht erkennen und behandeln


Die Mehrzahl jüngerer Kinder zeigt ein gewisses Ausmaß emotionaler Störungen nach der Geburt eines unmittelbar nachfolgenden jüngeren Geschwisters. Eine emotionale Störung mit Geschwisterrivalität soll nur dann diagnostiziert werden, wenn sowohl das Ausmaß als auch die Dauer der Störung übermäßig ausgeprägt sind und mit Störungen der sozialen Interaktionen einhergehen (Definition nach ICD-10).

Diese Form der emotionalen Störung wird auch als Geschwister-Eifersucht bezeichnet. Häufig tritt diese Störungsbild nach der Geburt eines jüngeren Geschwisters auf, meist innerhalb von sechs Monaten. Das Kind fühlt sich häufig vernachlässigt, „kämpft“ lediglich um Aufmerksamkeit und Zuneigung der Eltern. Oft entwickelt das Kind deutliche negative Gefühle den Geschwistern gegenüber. Wenn das Ausmaß und die Dauer der Störung ungewöhnlich ausgeprägt ist, spricht man von einer "emotionalen Störung mit Geschwisterrivalität". Hierbei kommen heftige negative Gefühle mit teils offener Feindseligkeit und auch körperlicher Gewalt vor. Häufig entstehen auch Versorgungswünsche wie „gefüttert“ werden, aber auch Wunsch nach altersunangemessenen Verhaltensweisen von Seiten der Eltern (z.B. Flasche und Windeln). Die Kinder wirken oft unglücklich, zeigen vermehrt Ängste und sozialen Rückzug, aber auch Wutausbrüche sind nicht selten und oft heftig. Die Kinder werden den Geschwistern gegenüber oft unnachgiebig, möchten nichts teilen und nehmen an keiner positiven Interaktion mit den Geschwistern mehr teil.

Diagnostik:

Damit der Kinder- und Jugendpsychiater andere psychiatrische Störungen und Erkrankungen ausschließen kann, muss das Verhalten sowie das soziale Umfeld des Kindes erforscht werden. Dabei ist es wichtig und notwendig, eine gründliche Anamnese mit möglichst beiden Eltern zu erheben. Auch später im Rahmen der Behandlung ist es wichtig die Familie in die Therapie mit einzubeziehen.

Therapie:

Die Auswahl der Therapie hängt vom Entwicklungsstand des Kindes ab. Meist ist eine ambulante Psychotherapie ausreichend, in der Regel auch mit Einbeziehung der Familie, wobei hier auch eine familientherapeutische Behandlung wichtig ist, um ungünstige symptomverstärkende Bedingungen in der Familie zu identifizieren und zu verändern.

Trennungsängste & Schulangst

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Phobische Störung

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