Phobische Störung des Kindesalters


Phobien treten in einem gewissen Maß bei einer Mehrzahl der Kinder auf, allerdings nicht im pathologischen Ausmaß. Handelt es sich um entwicklungsspezifische Ängste (zum Beispiel Angst vor Monster), die jedoch ein außergewöhnliches Ausmaß annehmen und infolgedessen auch zu Beeinträchtigungen führen, dann spricht man von einer „phobische Störung des Kindesalters“.

Spezifische Phobien lassen sich in mehrere Subtypen gliedern:

  • Tierphobie
  • Umweltphobie (Angst vor Dunkelheit, Donner oder Gewitter)
  • Verletzungsphobie (medizinische invasive Maßnahmen wie Spritzen)
  • situative Phobie (Angst vor Tunnel, Fahrstühlen, Brücken)

Wenn Kinder allgemein unter einer Phobie leiden, dann äußert sich das häufig darin, dass eine starke Angstreaktion gegenüber den oben genannten Typen in massiver Form auftritt. Diese Reaktion tritt normalerweise in Momenten auf, in denen die Kinder mit dem Stimulus (Reiz) konfrontiert werden. Gewöhnlich versuchen die Kinder, mit der Zeit diese Situation zu meiden. Phobien werden durch Vermeidungsverhalten aufrechterhalten. Das Kind merkt schnell, dass die Angst dadurch verschwindet, indem es die bedrohliche Situation meidet.

Spezifische Phobien im Kindes- und Jugendalter sind nicht selten. Sie werden mit 3-4 % angegeben, wobei die Angst vor Blut die häufigste Angst bei Jugendlichen ist, dicht gefolgt von der Angst vor Tieren.

An der Entstehung einer Phobie sind verschiedene Umstände beteiligt. Meist liegt eine genetische Komponente vor. Eine hohe Emotionalität und eine leichte körperliche Erregbarkeit begünstigt die Ausbildung von Ängsten. Oft sind auch die Eltern ängstlich und betonen, dass etwas „gefährlich“ ist. Da das Kind Verhaltensmuster der Eltern imitiert, macht es sich so die Sichtweise der Eltern zu eigen. Außerdem verhindern ängstliche Eltern oft, dass das Kind seine eigenen Erfahrungen macht, indem sie es allzu sehr vor Gefahren schützen.

Wie werden Phobien diagnostiziert?

  • ausgeprägte Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer Situation
  • Es wird versucht, unter allen Umständen den Angstauslöser zu vermeiden
  • Angst geht einher mit körperlichen Reaktionen wie Herzschlag, Zittern oder Bauchschmerzen
  • Dem Kind ist bewusst, dass seine Angst übertrieben ist
  • Phobie ist nicht Folge einer anderen psychischen Beeinträchtigung  (Depression oder Zwangsstörung)
  • Das Kind ist dadurch sozial beeinträchtigt
Trennungsängste & Schulangst

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Soziale Ängstlichkeit

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Geschwisterrivalität

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